Allgemeine Geschäftsbedingungen und Software-Nutzungsbedingungen der FDI Type Foundry

1. Geltungsbereich

Für die gegenwärtige und zukünftige Geschäftsbeziehung zwischen der FDI Type Foundry und dem Besteller gelten ausschließlich die nachfolgenden Allgemeinen Verkaufs- und Lieferbedingungen. Abweichende Bedingungen des Bestellers erkennt die FDI Type Foundry nicht an. 

2. Vertragsabschluss

Die Angebote der FDI Type Foundry sind freibleibend, sofern nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet werden. Ein Vertrag kommt erst durch die schriftliche Auftragsbestätigung der FDI Type Foundry oder durch die Ausführung der Bestellung (Auslieferung/Software-Download) zustande.

3. Eigentumsvorbehalt

Das Eigentum an gelieferten Waren bzw. Datenträgern geht erst dann auf den Kunden über, wenn die Ware bzw. die jeweilige Nutzungslizenz vollständig bezahlt ist. 

4. Lieferzeit

Eventuell angegebene Lieferzeiten beginnen mit dem Datum der Auftragsbestätigung. Lieferzeitangaben erfolgen nach bestem Wissen, begründen jedoch keine Verbindlichkeit. Betriebsstörungen oder sonstige Umstände, welche die Lieferung erschweren, berechtigen uns, vom Vertrag ganz oder teilweise zurückzutreten oder ihn bis nach Aufhebung des Hindernisses zu verlängern. 

5. Preise

Alle Preise verstehen sich in der im Angebot bzw. in der Auftragsbestätigung angegebenen Währung. Alle Preise verstehen sich gegebenenfalls zuzüglich Versandkosten. 

Sollte es nach erfolgreicher Zahlung zu Rückverrechnungen kommen, sind wir gezwungen, die uns entstehenden Rückverrechnungsgebühren (z.B. Skrill/Moneybookers: 25,– EUR) in voller Höhe an den Käufer weiterzugeben. 

6. Widerruf

Der Kunde hat die Möglichkeit die Vertragserklärung innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen in Textform (z.B. Brief, Fax, E-Mail) oder durch Rücksendung der Sache zu widerrufen. Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt dieser Belehrung (bei Lieferung von Waren nicht vor Erhalt derselben). Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs oder der Sache. Der Widerruf ist an die im Impressum angegebene Anschrift zu richten. 

Widerrufsfolgen: Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen zurückzugewähren und ggf. gezogene Nutzungen herauszugeben. Kann der Kunde der FDI Type Foundry die empfangene Leistung ganz oder teilweise nicht oder nur in verschlechtertem Zustand zurückgewähren, hat der Kunde der FDI Type Foundry insoweit ggf. Wertersatz zu leisten. Bei der Überlassung von Sachen gilt dies nicht, wenn die Verschlechterung der Sache ausschließlich auf deren Prüfung - wie sie dem Kunden etwa im Ladengeschäft möglich gewesen wäre - zurückzuführen ist. Im Übrigen kann der Kunde die Wertersatzpflicht vermeiden, indem der Kunde die Sache nicht wie ein Eigentümer in Gebrauch nimmt und alles unterlässt, was deren Wert beeinträchtigt. Paket- oder briefversandfähige Sachen sind zurückzusenden. Bei einer Rücksendung aus einer Warenlieferung, deren Bestellwert insgesamt bis zu 40,- Euro beträgt, hat der Kunde die Kosten der Rücksendung zu tragen, wenn die gelieferte Ware der Bestellten entspricht. Andernfalls ist die Rücksendung für den Kunden kostenfrei. Nicht paket- oder briefversandfähige Sachen werden beim Kunden abgeholt.

Einschränkung des Widerrufsrechts: Nach § 312 d Abs. 4 Nr. 2 BGB besteht kein Widerrufsrecht für Software, sofern die Datenträger entsiegelt wurden. Bei Online-Auslieferung (z.B. per E-Mail-Zusendung oder per Download) besteht ebenfalls kein Widerrufsrecht, da die übermittelten Daten aufgrund Ihrer Beschaffenheit nicht zur Rücksendung geeignet sind (§ 312 d Abs. 4 Nr. 1 BGB). Auch für Waren (Software), die nach Kundenspezifikation angefertigt wurden, besteht nach § 312 d Abs. 4 Nr. 1 BGB kein Widerrufsrecht.

7. Haftung

Liegt ein Mangel der Waren vor, gelten die gesetzlichen Vorschriften.

8. Erfüllungsort

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Ist der Kunde ein Kaufmann oder eine juristische Person des öffentlichen Rechts ist Weimar der Erfüllungsort. Die FDI Type Foundry darf in diesem Fall am Gerichtsstand des Erfüllungsortes klagen und nur an diesem Gerichtsstand verklagt werden.

9. Nutzungsvertrag für Fontsoftware

Sofern es sich bei den bestellten Artikeln um Software handelt, werden Sie zum Lizenznehmer dieser Software. Dadurch gelten für Sie die folgenden Vertragsbedingungen je nach Art der Lizenz (Desktop/Web/App/eBook). Wurden von den Standardlizenzen abweichende Multi-Lizenz-Staffeln gewählt, ist die Multi-Lizenz maßgeblich für die Lizenzgröße. Die Bindung an den Nutzungsvertrag ist Voraussetzung für jegliche Nutzung der Font-Software.

9.1 Desktop-Font-EULA

5-Rechner-Lizenz

 Die Lizenz ist beschränkt auf eine Nutzung auf bis zu 5 Rechnern (bzw. die Anzahl der Rechner, die in der Multi-Lizenz festgesetzt wurden). Als »Rechner« gelten unter anderem, aber nicht ausschließlich, Desktop-Computer, Notebooks, PDAs, Mobiltelefone und ähnliche Geräte, die unsere Fonts aktiv rendern.
Die Rechner müssen zu dem in der Bestellung ausgewiesenen Unternehmen gehören. Es ist nicht gestattet, die Lizenz auf Rechner verschiedener Unternehmen aufzusplitten. 

So viele Drucker, wie sie möchten

Ausgabegeräte wie Drucker, die die Fonts selbst nicht installiert haben, gelten für uns nicht als Rechner und müssen nicht gesondert lizenziert werden.

Sicherheitskopie

Sie dürfen von jedem Font eine Sicherheitskopie auf externen Datenträgern (Festplatten, CD-ROMs etc.) ablegen.

Weitergabe

Die Fonts dürfen über die Sicherheitskopie hinaus nicht weitergegeben, dupliziert, verliehen, weiterverkauft bzw. -lizenziert werden. Dazu zählt z.B. die Weitergabe der Fonts per E-Mail, auf CD-ROM oder anderen Datenträgern, der Upload auf öffentlichen Webservern oder das Anbieten der Fonts in Peer-to-Peer-Netzwerken. Auch eine Weitergabe an externe Designer oder Dienstleister (Repro-Studios, Druckereien o.ä.) ist nicht gestattet.

LAN-Einsatz

Wenn Sie unsere Fonts in einem lokalen Netzwerk (»LAN«) nutzbar machen, muss sichergestellt sein, dass die Fonts nie von mehr als 5 Rechnern (bzw. der Anzahl der Rechner, die in der Multi-Lizenz festgesetzt wurden) gleichzeitig genutzt werden können.

WAN-/Internet-Einsatz

Die Fonts dürfen nicht auf einem öffentlichen Server installiert werden, der von mehr als 5 entfernten Rechner zugänglich ist. Dazu zählt zum Beispiel, aber nicht ausschließlich, die Einbettung in Webseiten oder die Online-Erstellung von PDFs und/oder Drucksachen. Bitte kontaktieren Sie uns zur Vereinbarung einer entsprechenden Server-Lizenz.
Eine Einbettung in Flash-Dokumente (»SWF«) ist nur im Modus »Statischer Text« gestattet. Für eine darüber hinausgehende Einbettung muss eine Server-Lizenz erworben werden. Bitte kontaktieren Sie uns.
Die Nutzung mit dem CSS-Befehl »font-face« ist mit dieser Lizenz nicht abgedeckt. Bitte kontaktieren Sie uns zur Vereinbarung einer entsprechenden Server-Lizenz.

PDF-Einbettung

Die Fonts dürfen in PDF-Dokumente, die zur kostenlosen Verteilung vorgesehen sind, eingebettet werden, solange die PDFs nicht bearbeitbar sind und die Einbettung als »Subset Embedding« erfolgt. Die so erstellten PDFs dürfen in beliebiger Anzahl verteilt werden.
Für PDFs, die kostenpflichtig verteilt werden sollen (E-Books, PDF-Magazine etc.), müssen Sie eine zusätzliche Lizenz erweben. Bitte kontaktieren Sie uns.

Font-Modifikation

Es ist gestattet, die Fontdaten für eine In-House-Anwendung zu modifizieren (Outlines, Kerning, OT-Features etc.). Für die modifizierten Versionen gelten sämtliche Bedingungen dieses Nutzungsvetrages in identischer Weise. Jegliche Fontmodifikationen erfolgen auf eigene Gefahr. Bitte haben Sie Verständnis, dass für modifizierte Versionen kein Support gewährt wird.

Lizenz-Dauer

Die Lizenz endet, wenn Sie eine der vorstehenden Bedingungen verletzen. Wir behalten uns vor, Schadenersatz für die Verletzung der Bedingungen einzufordern. Im Falle der Beendigung der Lizenz, müssen alle Teile der Software und deren Sicherheitskopien gelöscht bzw. vernichtet werden. 

9.2 Desktop-Font-EULA

@font-face
Die Lizenz umfasst die Nutzung der gelieferten Webfonts durch den Lizenznehmer auf Webseiten mithilfe einer Einbindung über die CSS-Regel @font-face.  Eine Nutzung als Druckschrift für die Gestaltung von Logos, Drucksachen und ähnlichem ist in dieser Lizenz nicht enthalten.

Seitenabrufe
Maßgebliches Kriterium für die Höhe der Lizenzgebühr ist die Zahl der monatlichen Abrufe (»Page Views«) von Webseiten, auf denen der Font durch @font-face-Verlinkung eingebettet ist. Die Höhe dieser Abrufe wird vom Lizenznehmer beim Vertragsschluss geschätzt. Sollte die Zahl der Abrufe im Laufe der Nutzung den geschätzen Wert über mehr als einen Monat hinweg überschreiten, muss in eine höhere Nutzungsstufe gewechselt und entsprechend nachvergütet werden.

Anzahl der Seiten
Die Anzahl der Webseiten (»Domains«) ist nicht beschränkt. Die Seiten müssen dem Lizenznehmer jedoch explizit gehören oder von diesem technisch/gestalterisch federführend verwaltet werden. Sollte Eigentümer oder Verwalter wechseln, müssen die neuen Eigentümer/Verwalter einen eigenen Lizenzvertrag abschließen.
Kommen die Fonts auf verschiedenen Webseiten zum Einsatz, ist die Zahl der Seitenabrufe als Kriterium für die Höhe der Nutzungsgebühr entsprechend zu addieren.

Web-2-Print-Ausschluss
Die Webfont-Nutzung ist für die Anzeige von vorgefertigten Text-Inhalten bestimmt. Dies schließt auch die Darstellung von bearbeitbaren Webtexten, zum Beispiel Formularfeldern, ein. Ausgeschlossen sind dagegen jegliche online-basierten Gestaltungsdienste, die das Gestaltungsergebnis außerhalb der Webseite bzw. nicht über die Original-font-face-Regel nutzen. Beispiele für solche Dienste wären etwa personalisierte Merchadise-Produkte, Postkarten-Generatoren oder andere Beschriftungsdienste, PDF-Druckvorlagen und ähnliches.

Unterlizenzierungs-/Webfontdienst-Ausschluss
Die Webfonts werden zusammen mit den zugehörigen Webseiteninhalten auf einem Server abgelegt. Es ist nicht gestattet, die Webfonts als Dienst an Dritte auszuliefern.  
Ebenfalls dürfen keine Unterlizenzen an Dritte ausgestellt werden oder die Lizenz ohne Kenntnis des Lizenzgebers an Dritte übertragen werden, sofern dies nicht nach lokalem Landesrecht explizit gestattet ist.

Webfont-Subsetting und -Konvertierung
Es ist gestattet, die Webfonts in andere Webfont-Formate zu konvertieren, wenn dies aus technischen Gründen nötig ist, um ein größtmögliche Kompatibilität mit Anzeigeprogrammen herzustellen. Ebenfalls gestattet ist die Änderung des Zeichenvorrates (Subsetting) zur Optimierung von Ladezeiten.  
Ausgeschlossen sind jegliche Modifikationen, die Fontnamen und Copyright-Vermerke betreffen.

Gewährleistung
Der Lizenzgeber versichert, dass die gelieferten Webfonts in Anzeigeprogrammen auf Internet-fähigen Geräten mit Browsern mit expliziter @font-face-Unterstützung einsetzbar sind. Sollte dies nicht der Fall sein, wird der Lizenzgeber entsprechend nachbessern und Font-Aktualisierungen ausliefern. Dazu muss der Lizenznehmer binnen 21 Tagen nach Abschluss des Lizenzvetrages entsprechende Probleme an den Lizenzgeber melden.
Aus technischen Gründen kann keine Gewähr für erweiterte Textsatz-Funktionen wie Kerning, OpenType-Features und ähnliches gewährt werden.

Lizenz-Dauer
Die Lizenz endet, wenn der Lizenznehmer eine der vorstehenden Bedingungen verletzt. Der Lizenzgeber behält sich vor, Schadenersatz für die Verletzung der Bedingungen einzufordern. Im Falle der Beendigung der Lizenz, müssen alle Teile der Software und deren Sicherheitskopien gelöscht bzw. vernichtet werden.

Salvatorische Klausel
Die Unwirksamkeit einer oder mehrerer Bestimmungen dieses Vertrags berührt die Wirksamkeit des Vertrages im Übrigen nicht. Die Vertragsparteien verpflichten sich, die unwirksame Bestimmung durch eine wirksame Regelung zu ersetzen, die dem mit der unwirksamen Bestimmung verfolgten wirtschaftlichen Zweck möglichst nahe kommt. Bis zu einer solchen Regelung soll anstelle der unwirksamen Bedingung eine solche gelten, die vom wirtschaftlichen Sinn und Zweck her der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.

9.3 App-Font-EULA

App-Einbettung
Die Lizenz umfasst die Einbettung der Fontsoftware in eine App für ein mobiles Betriebssystem wie iOS, Android oder Windows Phone/RT und vergleichbare mobile Betriebssysteme. Die Einbettung muss dabei in einer sicheren Form erfolgen, sodass die Fontdaten für den App-Nutzer nicht direkt zugänglich sind.

App-Anzahl und Lizenz-Anzahl
In Grundversion schließt die Lizenz 5 Apps ein.
Als App gilt jede einzeln installierbare Anwendung. Ist die App zum Beispiel für iOS und Android verfügbar, zählen die beiden Versionen als zwei Apps. Auch verschiedene Versionen der App auf einem Betriebssystem müssen separat lizenziert werden. Gibt es zum Beispiel eine kostenlose und eine kommerzielle Version der App, zählen diese auch als zwei Apps. Ersetzt ein Update einer App die bestehende Version vollständig, muss keine neue Lizenz abgeschlossen werden. Wird jedoch zum Beispiel eine neue Version 2.0 veröffentlicht und die Version 1.0 ist weiterhin separat verfügbar, wird eine neue Lizenz fällig.
Sollen mehr als 5 Apps veröffentlicht werden, stehen dafür die entsprechenen Multi-Lizenz-Staffeln zur Verfügung.

Fonts als elementarer Teil der App
Die Fontsoftware dient im Rahmen dieser Lizenz zur Darstellung von Textinhalten bzw. als Mittel zur Darstellung Benutzer-Interfaces und bildet damit ein sekundäres Gut der App. Nicht gestattet sind Apps, bei denen die Fonts selbst das zentrale Gut der App sind.

Server-Ausschluss
Die Fontsoftware darf nicht in Apps mit einer Server-Client-Struktur serverseitig eingebunden werden.

Nutzer-Obergrenze
Die Fontsoftware darf im Rahmen dieser Lizenz nur für Apps eingesetzt werden, die im Laufe eines Kalenderjahres nicht mehr als 500.000 Downloads aufweisen.

Unterlizenzierung-Ausschluss
Die Fonts dürfen ausschließlich in der App eingebettet ausgeliefert werden. Es ist nicht gestattet, die Fontsoftware als Dienst an andere Apps auszuliefern oder anderweitig außerhalb der App zur Verfügung zu stellen oder nutzbar zu machen.  
Ebenfalls dürfen keine Unterlizenzen an Dritte ausgestellt werden oder die Lizenz ohne Kenntnis des Lizenzgebers an Dritte übertragen werden, sofern dies nicht nach lokalem Landesrecht explizit gestattet ist.

Font-Konvertierung
Es ist gestattet, die Fontsoftware in andere Fontformate zu konvertieren, wenn dies aus technischen Gründen nötig ist, um eine Kompatibilität mit der jeweiligen Anwendung herzustellen. Ausgeschlossen sind jegliche Modifikationen, die Fontnamen und Copyright-Vermerke betreffen.

Gewährleistung
Der Lizenzgeber versichert, dass die gelieferten Fonts sich gemäß der OpenType-Spezifikationen verhalten und somit in gängigen Betriebssystemen mit OpenType-Unterstützung einsetzbar sind. Sollte dies nicht der Fall sein, wird der Lizenzgeber entsprechend nachbessern und Font-Aktualisierungen ausliefern. Dazu muss der Lizenznehmer binnen 21 Tagen nach Abschluss des Lizenzvetrages entsprechende Probleme an den Lizenzgeber melden.
Aus technischen Gründen kann keine Gewähr für die Funktionsfähigkeit erweiterte Textsatz-Funktionen wie Kerning, OpenType-Features und ähnliches gewährt werden.

Lizenz-Dauer
Die Lizenz endet, wenn der Lizenznehmer eine der vorstehenden Bedingungen verletzt. Der Lizenzgeber behält sich vor, Schadenersatz für die Verletzung der Bedingungen einzufordern. Im Falle der Beendigung der Lizenz, müssen alle Teile der Software und deren Sicherheitskopien gelöscht bzw. vernichtet werden.

Salvatorische Klausel
Die Unwirksamkeit einer oder mehrerer Bestimmungen dieses Vertrags berührt die Wirksamkeit des Vertrages im Übrigen nicht. Die Vertragsparteien verpflichten sich, die unwirksame Bestimmung durch eine wirksame Regelung zu ersetzen, die dem mit der unwirksamen Bestimmung verfolgten wirtschaftlichen Zweck möglichst nahe kommt. Bis zu einer solchen Regelung soll anstelle der unwirksamen Bedingung eine solche gelten, die vom wirtschaftlichen Sinn und Zweck her der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.

9.4 eBook-Font-EULA

eBook-Einbettung
Die Lizenz umfasst die Einbettung der Fontsoftware in kostenlose oder kommerzielle elektronische Bücher sowie in PDFs, die kommerziell vertrieben werden.

Die Fontsoftware muss sicher eingebettet werden, so dass sie für den Leser nicht direkt zugänglich ist. Dies ist zum Beispiel bei den Formaten PDF, EPUB 2.01, EPUB 3 und KF8 gewährleistet. Bei anderen eBook-Formaten ist der Schutz vor einer direkten Entnahme entsprechend durch den Lizenznehmer zu gewährleisten.  

Als eBook-Formate gelten nur Dateiformate, die nicht selbstständig ausführbar sind und daher von entsprechender Lesesoftware interpretiert und angezeigt werden.

Für elektronische Dokumente, die eine eigene Lese-App mitbringen, ist stattdessen die separat erhältliche App-Lizenz zu verwenden. Soll die Fontsoftware in Lesegeräten selbst vorinstalliert werden, ist eine separat erhältliche OEM-Lizenz nötig.

eBook-Anzahl und Lizenz-Anzahl
In Grundversion schließt die eBook-Lizenz 5 Titel ein.
Als lizenzpflichtiges eBook gilt jeder eigenständige Titel. Bei periodisch erscheinden Ausgaben von Zeitungen und Magazinen gilt jede Ausgabe als einzelner, lizenzpflichtiger Titel. Sprachvarianten und Updates eines Titels müssen jedoch nicht separat lizenziert werden.  
Sollen mehr als 5 Titel publiziert werden, stehen dafür die entsprechenen Multi-Lizenz-Staffeln zur Verfügung.

Fonts als elementarer Teil des eBooks
Die Fontsoftware dient im Rahmen dieser Lizenz zur Darstellung von Textinhalten und bildet damit ein sekundäres Gut der App. Nicht gestattet sind eBooks, bei denen die Fonts selbst das zentrale Gut darstellen (z.B. als Schriftmusterbuch).

Unterlizenzierung-Ausschluss
Die Fontsoftware darf ausschließlich in lizenzierten eBook-Titeln eingebettet ausgeliefert werden. Es ist nicht gestattet, die Fontsoftware als Dienst in eBooks einzubetten oder anderweitig außerhalb der eBooks zur Verfügung zu stellen oder nutzbar zu machen.  
Ebenfalls dürfen keine Unterlizenzen an Dritte ausgestellt werden oder die Lizenz ohne Kenntnis des Lizenzgebers an Dritte übertragen werden, sofern dies nicht nach lokalem Landesrecht explizit gestattet ist.

Font-Konvertierung
Es ist gestattet, die Fontsoftware in andere Fontformate zu konvertieren, wenn dies aus technischen Gründen nötig ist, um eine Kompatibilität mit dem Lesegerät bzw. der Lesesoftware herzustellen. Ausgeschlossen sind jegliche Modifikationen, die Fontnamen und Copyright-Vermerke betreffen.

Gewährleistung
Der Lizenzgeber versichert, dass die gelieferten Fonts sich gemäß der OpenType-Spezifikationen verhalten und somit in gängigen Betriebssystemen mit OpenType-Unterstützung einsetzbar sind. Sollte dies nicht der Fall sein, wird der Lizenzgeber entsprechend nachbessern und Font-Aktualisierungen ausliefern. Dazu muss der Lizenznehmer binnen 21 Tagen nach Abschluss des Lizenzvetrages entsprechende Probleme an den Lizenzgeber melden.
Aus technischen Gründen kann keine Gewähr für die korrekte Funktion erweiterte Textsatz-Funktionen wie Kerning, OpenType-Features und ähnliches gewährt werden.

Lizenz-Dauer
Die Lizenz endet, wenn der Lizenznehmer eine der vorstehenden Bedingungen verletzt. Der Lizenzgeber behält sich vor, Schadenersatz für die Verletzung der Bedingungen einzufordern. Im Falle der Beendigung der Lizenz, müssen alle Teile der Software und deren Sicherheitskopien gelöscht bzw. vernichtet werden.

Salvatorische Klausel
Die Unwirksamkeit einer oder mehrerer Bestimmungen dieses Vertrags berührt die Wirksamkeit des Vertrages im Übrigen nicht. Die Vertragsparteien verpflichten sich, die unwirksame Bestimmung durch eine wirksame Regelung zu ersetzen, die dem mit der unwirksamen Bestimmung verfolgten wirtschaftlichen Zweck möglichst nahe kommt. Bis zu einer solchen Regelung soll anstelle der unwirksamen Bedingung eine solche gelten, die vom wirtschaftlichen Sinn und Zweck her der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.

10. Teilnichtigkeit

Die Unwirksamkeit einer oder mehrerer Bestimmungen berührt die Wirksamkeit der restlichen Bedingungen nicht. Die Vertragsparteien verpflichten sich, die unwirksame Bestimmung durch eine wirksame Regelung zu ersetzen, die dem mit der unwirksamen Bestimmung verfolgten wirtschaftlichen Zweck möglichst nahe kommt. Bis zu einer solchen Regelung soll anstelle der unwirksamen Bedingung eine solche gelten, die vom wirtschaftlichen Sinn und Zweck her der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.

 

Version 1.3, 
2011-12-08
FDI Type Foundry
Ralf Herrmann
Paul-Schneider-Str. 47
99425 Weimar
Deutschland